Informationen für Fachunternehmer

Nachfolgend finden Sie besondere Hinweise für Installateure zur Förderung von Biomasseanlagen.

Fachunternehmererklärung

Die Fachunternehmererklärung ist Bestandteil des Förderantrags. Sie muss vom Installateur vollständig ausgefüllt und mit Firmenstempel und Unterschrift des ausführenden Unternehmens vorgelegt werden. Um das Ausfüllen des Antrags zu erleichtern, gibt es zu jedem Antrag eine sogenannte Checkliste.

Mit der Fachunternehmererklärung müssen die folgenden Fördervoraussetzungen nachgewiesen werden:

  • Angaben zum Installationsunternehmen
  • Standort der Anlage
  • Angaben zur installierten Biomasseanlage:
    • Inbetriebnahmedatum
    • Vollständige Herstellerangabe und Typbezeichnung der Anlage. (Liste der förderfähigen Biomasseanlagen)
    • Angabe der Nennwärmeleistung (in Kilowatt) und des Kesselwirkungsgrads (in Prozent)
  • Volumen des Pufferspeicher
  • Hinweise zum Pufferspeichervolumen:
    • Pelletkessel mit neu errichtetem Pufferspeicher sowie Holzhackschnitzelanlagen müssen ein Speichervolumen von mindestens 30 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung aufweisen.
    • Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz müssen über ein Mindest-Pufferspeichervolumen von 55 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Teil der Anlage verfügen.
    • emissionsarme Scheitholzvergaserkessel (staubförmige Emissionen: 15 Milligramm pro Kubikmeter) müssen über ein Mindestpufferspeichervolumen von 55 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung verfügen.

Neben der Fachunternehmererklärung sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Das vom Antragsteller ausgefüllte und unterzeichnete Antragsformular
  • Eine vollständige Rechnung zur installierten Anlage mit Angabe des Herstellers und der Typbezeichnung
  • Schornsteinfegerabnahmebescheinigung für die Biomasseanlage (bei Scheitholz-Anlagen erst vorzulegen ab einem Inbetriebnahmedatum nach dem 31. Dezember 2017)

Bitte beachten Sie, dass Rechnungen (in Kopie) stets vollständig vorzulegen sind und den Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes entsprechen müssen.

Hinweise zur Zusatzförderung

Möchten Sie zusätzlich zur Basisförderung der Biomasse-Anlage eine Zusatzförderung beantragen, so legen Sie bitte weitere Nachweise vor.

Kombinationsbonus bei Biomasseanlagen

  • Der Installateur muss in der Fachunternehmererklärung bestätigen, dass er den hydraulischen Abgleich durchgeführt hat. Der hydraulische Abgleich muss nach der Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“ des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) durchgeführt werden.
  • Für die gleichzeitige Errichtung einer förderfähigen Biomasseanlage mit einer Solarkollektoranlage oder effizienten Wärmepumpe sind beide förderfähigen Anlagen innerhalb eines maximalen Zeitraums von 9 Monaten in Betrieb zu nehmen. Innerhalb dieser neunmonatigen Frist müssen dem BAFA außerdem die Anträge auf Förderung beider Anlagen zugehen. Für beide Maßnahmen muss jeweils ein separater Antrag gestellt werden. Andernfalls kann der Kombinationsbonus nicht gewährt werden.
  • Die Durchführung des Anschlusses an ein Wärmenetz ist in der Fachunternehmererklärung zu bestätigen.
  • Ein Rechnungsnachweis über die Installation einer Übergabestation ist zu erbringen.

Gebäudeeffizienzbonus

Ein Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kann – außer im Neubau und bei Nichtwohngebäuden – gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird. Effizient sind Gebäude, die die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllen (Programmnummer 151/152). Dazu zählen:

  1. Der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust beträgt maximal das 0,7-Fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes. Die Höchstwerte der EnEV 2013, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden.
  2. Der hydraulische Abgleich und die gebäudebezogene Anpassung der Heizkurve wurden vorgenommen.
  3. Weitere Anforderungen gemäß der Technischen Mindestanforderungen der KfW .

Es sind die zur KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigungen eines zugelassenen Sachverständigen vorzulegen.

Weitere Informationen finden Sie in den Dokumenten, die in der linken Navigationsleiste unter „Publikationen“ bereitgestellt sind.