Innovations- und Zusatzförderung / Prozesswärme

Hier finden Sie Informationen zur Innovations- und Zusatzförderung für die Errichtung von großen Solarkollektoranlagen.

Solarkollektoranlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung

Wir fördern große Solarkollektoranlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung in Neubauten und im Gebäudebestand.

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Solarkollektoranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, solare Kälteerzeugung oder Wärmenetzzuführung

Wir fördern weiterhin große Solarkollektoranlagen zur Raumheizung, kombinierten Warmwasserberitung und Heizungsunterstützung, Kälteerzeugung oder Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz. Die Förderung ist sowohl in Neubauten als auch im Gebäudebestand möglich.

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Prozesswärme

Als Innovationsförderung können bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten (einschließlich der Planungskosten und Kosten für die Systemeinbindung) für die Erstinstallation und Erweiterung von Solarkollektoranlagen zur überwiegenden solaren Prozesswärmebereitstellung gewährt werden.

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Zusatzförderungen

Folgende Zusatzförderungen können zusätzlich zur Basisförderung – außer bei Prozesswärme – gewährt werden.

Einen Kombinationsbonus können Sie für verschiedene Anlagenkombinationen mit einer förderfähigen Solarkollektoranlage beantragen.

Ein Kombinationsbonus von zusätzlich 500 Euro je Anlagenkombination ist möglich bei:

  • Gleichzeitigem Austausch eines Heizkessels ohne Brennwerttechnik durch einen Öl- oder Gasbrennwertkessel. Fördervoraussetzung bei einem Kesseltausch ist der Nachweis des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage.
  • Gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Biomasse-Anlage oder einer effizienten Wärmepumpe.
  • Anschluss der Solarkollektoranlage an ein Wärmenetz.

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Solarkollektoranlage, deren Förderung ebenfalls bewilligt wird, kann einmalig ein Investitionszuschuss gewährt werden.

Einzelmaßnahme Optimierung der Heizungsanlage

Für die Durchführung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Optimierung der Heizungsanlage und der Warmwasserbereitung in Bestandsgebäuden kann eine Zusatzförderung gewährt werden.

Förderfähig sind Maßnahmen:

  1. Die im Zusammenhang mit der Errichtung einer förderfähigen Solarkollektoranlage erfolgen oder
  2. zur Optimierung einer im Rahmen dieses Förderprogramms bereits geförderten Solarkollektoranlage, deren Inbetriebnahme länger als 3 Jahre, höchstens 7 Jahre, zurückliegt.

Hinweis: Nicht berücksichtigt werden können

  • Maßnahmen, deren Durchführung Voraussetzung für die Förderbarkeit der Solarkollektoranlage ist und
  • Investitionskosten, die bereits hinsichtlich anderer Fördermaßnahmen geltend gemacht werden/wurden.

Maßnahmen im Zusammenhang mit der Errichtung einer Solarkollektoranlage

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Solarkollektoranlage, deren Förderung ebenfalls bewilligt wird, kann einmalig ein Investitionszuschuss bis höchstens 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten und höchstens 50 Prozent der derzeit geltenden Basisförderung für die Solarkollektoranlage gewährt werden. Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

  1. Ausbau Gas-/Öltank einschließlich Entsorgung des alten Tanks und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks
  2. Ausbau Altheizung einschließlich Entsorgung
  3. Austausch oder erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen und Heizleisten (System-Vorlauftemperaturen ≤ 35 Grad Celsius) inklusive Anpassung oder Erneuerung von Rohrleitungen
  4. Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper (Vorlauftemperatur ≤ 60 Grad Celsius)
  5. Austausch von „kritischen“ Heizkörpern zur Systemtemperaturreduzierung
  6. Einbau von zusätzlichen Wärmetauscher(n) zur Aufrüstung eines Niedertemperaturkessels zu einem Brennwertkessel einschließlich notwendiger Schornsteinanpassungen
  7. Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface
  8. Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern
  9. Zusätzliche Dämmung des bestehenden Verteilnetzes und des Speichers
  10. Umstellung des Warmwassersystems, d. h. Integration in die Heizungsanlage (inklusive notwendiger Sanitärarbeiten wie Austausch der Armaturen, Einsatz wassersparender Maßnahmen, Abwasser-Wärmerückgewinnung)
  11. Nutzerinterface und Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Multi-Sparten-Systeme inklusive Strom, Gas und Wasser
  12. Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe
  13. Notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten
  14. Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inklusive Dämmmaßnahmen
  15. Erneuerung des Schornsteins oder Erstellung von Steigsträngen inklusive Verkleidung
  16. Einrichtung oder Neubau eines Heizraums bzw. eines Bevorratungsbehälters für Biomasse
  17. Notwendige bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum
  18. In Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung
  19. Umbau von Ein- in Zweirohrsysteme
  20. Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern (sofern nicht gefordert oder extra gefördert)
  21. Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
  22. Bei Biomasseanlagen: Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubabscheiders, sofern nicht nach der Innovationsförderung für sekundäre Partikelabscheidung gefördert

Informationen zu nachträglichen Optimierungsmaßnahmen (nach 3-7 Jahren) finden Sie in der gleichnamigen Rubrik auf der linken Seite.

Ein Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kann gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird, das zum Gebäudebestand zählt.

Gebäudeeffizienzbonus

Ein Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kann – außer im Neubau und bei Nichtwohngebäuden – gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird. Effizient sind Gebäude, die die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllen (Programmnummer 151/152).

Es sind die zur KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigungen eines zugelassenen Sachverständigen vorzulegen.

Zu den Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 zählen:

  1. Der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust beträgt maximal das 0,7-Fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes. Die Höchstwerte der EnEV 2013, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden.
  2. Der hydraulische Abgleich und die gebäudebezogene Anpassung der Heizkurve wurden vorgenommen.
  3. Weitere Anforderungen gemäß der Technischen Mindestanforderungen der KfW.

Antragstellung

Bitte informieren Sie sich vor der Auswahl der Solarkollektoranlage, ob diese die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien erfüllt (Liste der förderfähigen Kollektoren und Solaranlagen ).

Für alle Antragsteller zur Innovationsförderung gilt das .

Antragstellung in der Innovationsförderung

Den Antrag für die Innovationsförderung müssen Sie unbedingt vor dem Maßnahmenbeginn stellen, das heißt vor Abschluss eines Lieferungs- und / oder Leistungsvertrages.

Als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Sämtliche Bonustatbestände (inkl. Optimierungsmaßnahme) sind im Rahmen der Verwendungsnachweiserklärung nach Durchführung der Maßnahme zu beantragen.

Folgende Unterlagen müssen Sie bei Antragstellung vorlegen:

  • Den mit Hilfe des Fachunternehmers ausgefüllten Antragsvordruck
  • Detailliertes Angebot
  • Detailliertes Anlagen-Schema

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist, unter Vorlage der geforderten Unterlagen, einzureichen. Bitte legen Sie die Nachweise in Kopie vor. Unaufgefordert eingereichte Originalunterlagen können nicht zurückgesandt werden.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Formulare

Kumulierung

Bitte beachten Sie die Regelungen zur Kumulierung der BAFA-Förderung mit anderen öffentlichen Förderungen.

Kumulierung der Förderung mit anderen öffentlichen Mitteln

Bei Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden – außer bei Prozesswärme –, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrages betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer). Für den Fall, dass diese Höchstgrenze überschritten würde, werden die Fördermittel des Bundes auf die vorstehende Förderhöchstgrenze gekürzt.

Die Förderung nach diesen Richtlinien ist mit einer Förderung aus den im Rahmen des Kohlenstoffdioxid (CO2)-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen nur bei folgenden KfW-Programmen kumulierbar: „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153), „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167).

Weitere Informationen zur Kumulierung von Fördermaßnahmen - und was Sie dabei beachten sollten - finden Sie hier .

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Erneuerbare Energien
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1625
Telefax: 06196 908-1800

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