Solarkollektoranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, solare Kälteerzeugung oder Wärmenetzzuführung

Wir fördern große Solarkollektoranlagen in Neubauten und im Gebäudebestand:

  • Solarkollektoranlagen von 20 Quadratmeter bis einschließlich 100 Quadratmeter Bruttokollektorfläche, deren gelieferte Wärme effektiv der Raumheizung und Warmwassererwärmung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme und/oder Kälte in ein Wärme- und/oder Kältenetz bei Wohngebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten oder bei Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 Quadratmeter Nutzfläche dient ( Mischgebäude mit Wohn- und Gewerbenutzung, Gemeinschaftseinrichtungen zur sanitären Versorgung und Beherbergungsbetriebe mit mindestens sechs Zimmern können auch gefördert werden) oder
  • Solarkollektoranlagen von 20 Quadratmeter bis einschließlich 100 Quadratmeter Bruttokollektorfläche zur Raumheizung und Warmwasserbereitung mit einem solaren Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent. Näheres zum Nachweisverfahren des solaren Deckungsanteils finden Sie im „Merkblatt – Solaraktivhaus Teil 1

Größenabhängige Förderung

Innovationsförderung im Gebäudebestand

Der Zuschuss beträgt bis zu 200 Euro pro angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche bei der Erstinstallation.

Innovationsförderung im Neubau

Der Zuschuss beträgt bis zu 150 Euro pro angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche bei der Erstinstallation.

Ertragsabhängige Förderung:

Alternativ zur größenabhängigen Förderung der großen Solarkollektoranlagen oder zur Prozesswärme-Förderung kann eine ertragsabhängige Förderung gewährt werden. Basis für die Berechnung der Förderung ist der für die Solarkollektoranlage im Prüfzertifikat über die Konformität mit den Solar Keymark-Programmregeln im Datenblatt 2 für den Standort Würzburg bei einer Kollektortemperatur von 50 Grad Celsius ausgewiesene jährliche Kollektorertrag.

Der Investitionszuschuss wird wie folgt berechnet:

0,45 Euro × jährlicher Kollektorertrag × Anzahl der installierten Kollektoren

Zusatzförderung

Zusätzlich sind bei einer Innovationsförderung – mit Ausnahme von Solarkollektoranlagen für solare Prozesswärme – folgende Zusatzförderungen möglich:

  • Kombinationsbonus (bei Kesseltausch, Anschluss an ein Wärmenetz oder gleichzeitiger Errichtung einer Biomasseanlage oder Wärmepumpe) mit jeweils 500 Euro
  • Förderung von Optimierungsmaßnahmen (siehe Basis- und Zusatzförderung)

Gebäudeeffizienzbonus

Ein Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kann – außer im Neubau und bei Nichtwohngebäuden – gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird. Effizient sind Gebäude, die die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllen (Programmnummer 151/152).

Es sind die zur KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigungen eines zugelassenen Sachverständigen vorzulegen.

Zu den Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 zählen:

  1. Der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust beträgt maximal das 0,7-Fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes. Die Höchstwerte der EnEV 2013, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden.
  2. Der hydraulische Abgleich und die gebäudebezogene Anpassung der Heizkurve wurden vorgenommen.
  3. Weitere Anforderungen gemäß der Technischen Mindestanforderungen der KfW.

Hinweise zur Antragstellung

Den Antrag müssen Sie unbedingt vor Vorhabensbeginn stellen, das heißt vor Abschluss eines Lieferungs- und / oder Leistungsvertrages.

Im Rahmen der Antragstellung sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Vollständig ausgefüllter Antrag (inkl. Datenerhebungsbogen für die Systemsimulation)
  • Detailliertes Angebot
  • Nachweis der Wohneinheiten bzw. der Nutzfläche
  • Hydraulisches Anlagenschema bei Anlagen ab 40 Quadratmeter

Bitte legen Sie die Nachweise in Kopie vor.

Formulare