Informationen für Fachunternehmer

Nachfolgend finden Sie besondere Hinweise für Installateure zur Förderung von Wärmepumpen.

Fachunternehmererklärung

Die Fachunternehmererklärung ist Bestandteil des Förderantrages. Sie muss vom Installateur vollständig ausgefüllt und mit Firmenstempel und Unterschrift vorgelegt werden. Um das Ausfüllen des Antrags zu erleichtern, gibt es zu jedem Antrag eine sogenannte Checkliste.

Mit der Fachunternehmererklärung müssen die folgenden Fördervoraussetzungen nachgewiesen werden:

Jahresarbeitszahl
  • elektrisch angetriebene Wärmepumpen
    1. Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3,8 bei Sole / Wasser- und Wasser / Wasser-Wärmepumpen (bei Nichtwohngebäuden 4,0), bei Luft / Wasser-Wärmepumpen von mindestens 3,5
    2. Einbau eines Stromzählers
    3. Einbau mindestens eines Wärmemengenzählers. Die Messung aller durch die Wärmepumpe abgegebenen Wärmemengen wird verbindlich gefordert. Falls notwendig sind hierzu mehrere Wärmemengenzähler vorzusehen.
    4. Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude.
  • gasbetriebene Wärmepumpen
  1. Nachweis einer Jahresheizzahl von mindestens 1,25 (bei Nichtwohngebäuden 1,3).
  2. Einbau eines Gaszählers zur Erfassung aller von der Wärmepumpe aufgenommenen Brennstoffmengen.
  3. Einbau mindestens eines Wärmemengenzählers. Die Messung aller durch die Wärmepumpe abgegebenen Wärmemengen wird verbindlich gefordert. Falls notwendig sind hierzu mehrere Wärmemengenzähler vorzusehen.
  4. Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude.

Zusätzlich ist folgendes zu beachten:

  • Der für die Berechnung der Jahresarbeitszahl benötigte COP-Wert ist mit einem Prüfbericht eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Ein Prüfbericht auf Grundlage der technischen Voraussetzungen des EHPA (European Quality Label for Heat Pumps) Wärmepumpen-Gütesiegels wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt. Der für die Berechnung der Jahresheizzahl von gasbetriebenen Wärmepumpen benötigte Normnutzungsgrad ist ebenfalls mit einem Prüfbericht eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Der COP-Wert elektrisch betriebener Wärmepumpen sowie die Heizzahl bei Gasmotor- oder Sorptionswärmepumpen müssen die Mindestwerte gemäß dem europäischen Umweltzeichen „Euroblume“ einhalten. Diese Voraussetzung gilt auch dann als erfüllt, wenn die Wärmepumpe ab dem 1. Januar 2011 mit dem Wärmepumpen-Gütesiegel des EHPA ausgezeichnet wurde.
  • Die Nennwärmeleistung bei Wärmepumpen bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung ist mit einem Prüfbericht eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Ein Prüfbericht auf Grundlage der technischen Voraussetzungen des EHPA-Wärmepumpen-Gütesiegels wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt.
  • Leistungsgeregelte Wärmepumpen müssen mindestens eine zweistufige oder eine kontinuierliche Verringerung der Heizleistung ermöglichen.
  • Eine Förderung für Wärmepumpen bei gleichzeitiger Errichtung einer Erdsondenbohrung setzt voraus, dass die Bohrung nach den Qualitätsanforderungen der Technischen Regel DVGW W120-2 installiert wurde und dafür eine verschuldensunabhängige Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden abgeschlossen wurde.
  • Ein neu errichteter Speicher ist im Rahmen des Bonus für Lastmanagement nur dann förderfähig, wenn er ein Mindestspeichervolumen von 30 Liter pro Kilowatt aufweist.

Hinweis: Bei gleichzeitiger Durchführung einer Erdsondenbohrung muss

  • die Bohrfirma nach den Qualitätsanforderungen der Technischen Regel DVGW W120-2 zertifiziert sein und
  • der Antragsteller den Abschluss einer verschuldensunabhängigen Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden nachweisen

Weitere Hinweise zu den speziellen Fördervoraussetzungen bei Wärmepumpen mit Erdsondenbohrungen finden Sie in unserem Merkblatt .

Hinweise zur Zusatzförderung

Möchten Sie zusätzlich zur Basisförderung der Wärmepumpe eine Zusatzförderung beantragen, so legen Sie bitte weitere Nachweise vor.

Kombinationsbonus bei Wärmepumpen

  • Der Installateur muss in der Fachunternehmererklärung bestätigen, dass er den hydraulischen Abgleich durchgeführt hat. Der hydraulische Abgleich kann zum Beispiel nach der Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“ des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) durchgeführt werden.
  • Für die gleichzeitige Errichtung einer förderfähigen Biomasseanlage oder Solarkollektoranlage sind beide förderfähigen Anlagen innerhalb eines maximalen Zeitraums von 9 Monaten in Betrieb zu nehmen. Innerhalb dieser neunmonatigen Frist müssen dem BAFA außerdem die Anträge auf Förderung beider Anlagen zugehen. Für beide Maßnahmen muss jeweils ein separater Antrag gestellt werden. Andernfalls kann der Kombinationsbonus nicht gewährt werden.
  • Die Durchführung des Anschlusses an ein Wärmenetz ist in der Fachunternehmererklärung zu bestätigen. Ein Rechnungsnachweis über die Installation einer Übergabestation ist zu erbringen.

Gebäude-Effizienzbonus

Ein Gebäude-Effizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kann – außer im Neubau und bei Nichtwohngebäuden – gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird. Effizient sind Gebäude, die die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllen (Programmnummer 151/152).

Dazu zählen:

  1. Der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust beträgt maximal das 0,7-Fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes. Die Höchstwerte der EnEV 2013, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden.
  2. Der hydraulische Abgleich und die gebäudebezogene Anpassung der Heizkurve wurden vorgenommen.
  3. Weitere Anforderungen gemäß der Technischen Mindestanforderungen der KfW .

Es sind die zur KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigungen eines zugelassenen Sachverständigen vorzulegen.

Weitere Informationen finden Sie in den Dokumenten, die in der linken Navigationsleiste unter „Publikationen “ bereitgestellt sind.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Erneuerbare Energien
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

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