Innovations- und Zusatzförderung / Prozesswärme

Hier finden Sie Informationen zur Innovations- und Zusatzförderung für die Errichtung von effizienten Wärmepumpen bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung. Die Innovationsförderung ist sowohl im Neubau als im Gebäudebestand möglich.

Anträge zur Innovationsförderung sind immer im zweistufigen Antragsverfahren, d. h. vor Vorhabensbeginn zu stellen. Einzelheiten dazu unter „Antragstellung“.

Hinweise:

  • Luft/Luft-Wärmepumpen sowie sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen, können nicht gefördert werden.
  • Wärmepumpen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung (Warm- bzw. Brauchwasserwärmepumpen) sind nicht förderfähig.

Innovationsförderung im Gebäudebestand

Sie können in den Genuss eines zusätzlichen Investitionszuschusses in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kommen, sofern Ihre Wärmepumpe eine hohe Jahresarbeitszahl aufweist oder über verbesserte Systemeffizienz nach den BAFA-Kriterien verfügt.

Zum Gebäudebestand zählen Gebäude, in denen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme bereits seit mehr als 2 Jahren ein anderes Heizungssystem installiert ist, das durch die Wärmepumpenanlage ersetzt oder unterstützt werden soll.

Fördersätze im Gebäudebestand
BetriebsartWärmequelleBetriebsweise/WärmepumpenartFördersatz je kWFördersatz mindestens
Elektrisch Luft Wärmepumpe leistungsgeregelt und/oder monovalent 60 € 2.250 €
Elektrisch Luft Sonstige Wärmepumpe (fixed-speed, bivalent etc.) 60 € 1.950 €
Elektrisch Sole (Erde) Sole-Wärmepumpe mit Erdsondenbohrung 150 € 6.750 €
Elektrisch Erde und Wasser Sonstige Erdwärme-/Grundwasser-Wärmepumpe 150 € 6.000 €
Gas Alle 150 € 6.750 €

Hinweis: Bei gleichzeitiger Durchführung einer Erdsondenbohrung muss

  • die Bohrfirma nach den Qualitätsanforderungen der Technischen Regel DVGW W120-2 zertifiziert sein und
  • der Antragsteller den Abschluss einer verschuldensunabhängigen Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden nachweisen.

Innovationsförderung im Neubau

Sollte Ihre Wärmepumpe in einem Neubau errichtet werden und eine hohe Jahresarbeitszahl aufweisen oder eine verbesserte Systemeffizienz nach den BAFA-Kriterien besitzen, dann können Sie dafür auch einen Förderantrag stellen. Hier gelten die Basisfördersätze des Gebäudebestandes.

Fördersätze im Neubau
BetriebsartWärmequelleBetriebsweise/WärmepumpenartFördersatz je kWFördersatz mindestens
Elektrisch Luft Wärmepumpe leistungsgeregelt und/oder monovalent 40 € 1.500 €
Elektrisch Luft Sonstige Wärmepumpe (fixed-speed, bivalent etc.) 40 € 1.300 €
Elektrisch Sole (Erde) Sole-Wärmepumpe mit Erdsondenbohrung 100 € 4.500 €
Elektrisch Erde und Wasser Sonstige Erdwärme-/Grundwasser-Wärmepumpe 100 € 4.000 €
Gas Alle 100 € 4.500 €

Hinweis: Bei gleichzeitiger Durchführung einer Erdsondenbohrung muss

  • die Bohrfirma nach den Qualitätsanforderungen der Technischen Regel DVGW W120-2 zertifiziert sein und
  • der Antragsteller den Abschluss einer verschuldensunabhängigen Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden nachweisen.

Weitere Hinweise zu den speziellen Fördervoraussetzungen bei Wärmepumpen mit Erdsondenbohrungen finden Sie in unserem Merkblatt .

Prozesswärme

Als Innovationsförderung können bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten (einschließlich Planungskosten sowie Mehrkosten für die Einbindung der Wärmepumpenanlage in den vorhandenen Prozess und die zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierte Mess- und Datenerfassungseinrichtungen) für die Erstinstallation von effizienten Wärmepumpen zur überwiegenden Prozesswärmebereitstellung gewährt werden.

Die förderfähigen Nettoinvestitionskosten betragen höchstens 60.000 Euro. Der maximal mögliche Förderbetrag liegt also bei 18.000 Euro.

Prozesswärme

Wärmepumpen zur Erzeugung von Prozesswärme stellen überwiegend Wärme für industrielle oder gewerbliche Zwecke zur Verfügung.

Als Förderung können bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten (einschließlich Planungskosten sowie Mehrkosten für die Einbindung der Wärmepumpenanlage in den vorhandenen Prozess und die zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierte Mess- und Datenerfassungseinrichtungen) gewährt werden für die Erstinstallation von effizienten Wärmepumpen zur überwiegenden Prozesswärmebereitstellung.

Die förderfähigen Nettoinvestitionskosten betragen höchstens 60.000 Euro. Der maximal mögliche Förderbetrag liegt also bei 18.000 Euro.

Hinweise zur Antragstellung

Den Antrag für die Wärmepumpe zur Prozesswärmeerzeugung müssen Sie unbedingt vor Vorhabensbeginn stellen, das heißt vor Abschluss eines Lieferungs- und / oder Leistungsvertrages.

Im Rahmen der Antragstellung sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Vollständig ausgefüllter Antrag
  • Detailliertes Angebot in Kopie

Bitte legen Sie die Nachweise in Kopie vor.

Zusatzförderung

Folgende Zusatzförderungen können zusätzlich zur Basisförderung – außer bei Prozesswärme – gewährt werden.

Einen Kombinationsbonus können Sie für verschiedene Anlagenkombinationen mit einer effizienten Wärmepumpe beantragen.

Ein Kombinationsbonus von zusätzlich 500 Euro je Anlagenkombination ist möglich bei:

  • Gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarkollektoranlage oder einer Biomasseanlage.
  • Gleichzeitiger Errichtung einer nicht nach diesen Richtlinien förderfähigen Solarkollektoranlage mit einer Bruttokollektorfläche von mindestens 7 Quadratmeter (zum Beispiel photovoltaisch-thermische Solarkollektoranlagen), sofern diese einen Beitrag als Wärmequelle für die Wärmepumpe leistet.
  • Anschluss der Wärmepumpe an ein Wärmenetz.

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Wärmepumpe ausschließlich im Bestandsbau, deren Förderung ebenfalls bewilligt wird, kann einmalig ein Investitionszuschuss gewährt werden.

Einzelmaßnahme Optimierung der Heizungsanlage

Für die Durchführung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Optimierung der Heizungsanlage und der Warmwasserbereitung in Bestandsgebäuden kann eine Zusatzförderung gewährt werden.

Förderfähig sind Maßnahmen:

  1. Die im Zusammenhang mit der Errichtung einer förderfähigen Wärmepumpe erfolgen.
  2. Zur Optimierung einer im Rahmen dieses Förderprogramms bereits geförderten Wärmepumpe, deren Inbetriebnahme länger als 3 Jahre, höchstens 7 Jahre, zurückliegt.
  3. Zur Optimierung einer im Rahmen dieses Förderprogramms geförderten Wärmepumpe nach mindestens einem Betriebsjahr nach Inbetriebnahme.

Hinweis: Nicht berücksichtigt werden können

  • Maßnahmen, deren Durchführung Voraussetzung für die Förderbarkeit der Wärmepumpe ist und
  • Investitionskosten, die bereits hinsichtlich anderer Fördermaßnahmen geltend gemacht werden/wurden.

Maßnahmen im Zusammenhang mit der Errichtung einer Wärmepumpe

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Wärmepumpe, deren Förderung ebenfalls bewilligt wird, kann einmalig ein Investitionszuschuss bis höchstens 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten und höchstens 50 Prozent der derzeit geltenden Basisförderung für die Wärmepumpe gewährt werden. Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

  1. Ausbau Gas-/Öltank einschließlich Entsorgung des alten Tanks und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks
  2. Ausbau Altheizung einschließlich Entsorgung
  3. Austausch oder erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen und Heizleisten (System-Vorlauftemperaturen ≤ 35 Grad Celsius) inklusive Anpassung oder Erneuerung von Rohrleitungen
  4. Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper (Vorlauftemperatur ≤ 60 Grad Celsius)
  5. Austausch von „kritischen“ Heizkörpern zur Systemtemperaturreduzierung
  6. Einbau von zusätzlichen Wärmetauscher(n) zur Aufrüstung eines Niedertemperaturkessels zu einem Brennwertkessel einschließlich notwendiger Schornsteinanpassungen
  7. Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface
  8. Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern
  9. Zusätzliche Dämmung des bestehenden Verteilnetzes und des Speichers
  10. Umstellung des Warmwassersystems, d. h. Integration in die Heizungsanlage (inklusive notwendiger Sanitärarbeiten wie Austausch der Armaturen, Einsatz wassersparender Maßnahmen, Abwasser-Wärmerückgewinnung)
  11. Nutzerinterface und Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Multi-Sparten-Systeme inklusive Strom, Gas und Wasser
  12. Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe
  13. Notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten
  14. Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inklusive Dämmmaßnahmen
  15. Erneuerung des Schornsteins oder Erstellung von Steigsträngen inklusive Verkleidung
  16. Einrichtung oder Neubau eines Heizraums bzw. eines Bevorratungsbehälters für Biomasse
  17. Notwendige bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum
  18. In Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung
  19. Umbau von Ein- in Zweirohrsysteme
  20. Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern (sofern nicht gefordert oder extra gefördert)
  21. Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
  22. Bei Biomasseanlagen: Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubabscheiders, sofern nicht nach der Innovationsförderung für sekundäre Partikelabscheidung gefördert

Hinweis: Informationen zu nachträglichen Optimierungsmaßnahmen (nach einem Jahr bzw. 3-7 Jahren) finden Sie in der gleichnamigen Rubrik auf der linken Seite.

Falls Ihre Anlage lastmanagementfähig ist, können Sie auch hierfür eine Zusatzförderung beantragen.

Eine Zusatzförderung von bis zu 500 Euro kann gewährt werden, wenn die Anlage lastmanagementfähig ist, d. h. Schnittstellen vorhanden sind, um die Wärmepumpe netzdienlich aktivieren zu können.

Fördervoraussetzungen sind die gleichzeitige Errichtung eines Speichers mit einem Volumen von mindestens 30 Liter pro Kilowatt sowie das Zertifikat „Smart Grid Ready“ oder eine Herstellererklärung, dass die Anforderungen des Zertifikats erfüllt werden.

Ein Gebäudeeffizienzbonus kann – außer im Neubau und bei Nichtwohngebäuden – gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird.

Gebäudeeffizienzbonus

Ein Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung kann – außer im Neubau und bei Nichtwohngebäuden – gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird. Effizient sind Gebäude, die die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllen (Programmnummer 151/152).

Es sind die zur KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigungen eines zugelassenen Sachverständigen vorzulegen.

Zu den Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 zählen:

  1. Der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust beträgt maximal das 0,7-Fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes. Die Höchstwerte der EnEV 2013, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden.
  2. Der hydraulische Abgleich und die gebäudebezogene Anpassung der Heizkurve wurden vorgenommen.
  3. Weitere Anforderungen gemäß der Technischen Mindestanforderungen der KfW.

Technische Anforderungen für die Förderung von Wärmepumpen in der Innovationsförderung

Damit Ihre Anlage im Rahmen der Innovationsförderung bezuschusst werde kann, müssen die allgemeinen technischen Anforderungen mit einigen Änderungen erfüllt sein.

Technische Anforderungen für Wärmepumpen in der Innovationsförderung

Für die Innovationsförderung gelten die in der Basisförderung aufgeführten Anforderungen mit folgenden Änderungen:

Wärmepumpen mit hohen Jahresarbeitszahlen

  • Bei elektrisch angetriebenen Wärmepumpen: Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 4,5. Bei gasbetriebenen Wärmepumpen muss die Jahresheizzahl mindestens 1,5 betragen.
  • Nachweis über eine vertraglich geregelte Leistung, wonach ein Qualitätscheck der Wärmepumpe nach Ablauf eines Betriebsjahres durchgeführt werden wird.
  • Als Wärmeverteilsystem sind nur Flächenheizungen zulässig.

Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz

  • Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz sind Wärmepumpen mit zusätzlichen Anlagenteilen bzw. Sonderbauformen, die mit zusätzlichem Investitionsaufwand eine verbesserte Systemeffizienz erreichen und damit einen Beitrag zur Reduzierung des Strombedarfs und der Netzlast, insbesondere während der kalten Witterung, leisten. Eine Liste der förderfähigen Anlagenkonzepte finden Sie links nebenstehend unter „Publikationen“.
  • Nachweis über eine vertraglich geregelte Leistung, wonach ein Qualitätscheck der Wärmepumpe nach Ablauf eines Betriebsjahres durchgeführt werden wird.
  • Als Wärmeverteilsystem sind nur Flächenheizungen zulässig.

Antragstellung

Bitte informieren Sie sich vor der Auswahl der Wärmepumpe, ob diese die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien erfüllt (Liste der Wärmepumpen mit Prüfnachweis ).

Hinsichtlich der Innovationsförderung für Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz finden Sie hier eine Liste der förderfähigen Anlagenkonzepte .

Für alle Antragsteller zur Innovationsförderung gilt das .

sind besondere Regelungen zu beachten.

Antragstellung in der Innovationsförderung

Den Antrag für die Innovationsförderung müssen Sie unbedingt vor Vorhabensbeginn stellen, das heißt vor Abschluss eines Lieferungs- und / oder Leistungsvertrages.

Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen sowie die Erschließung der Wärmequelle dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Sämtliche Bonustatbestände (inkl. Optimierungsmaßnahme) sind im Rahmen der Verwendungsnachweiserklärung nach Durchführung der Maßnahme zu beantragen.

Folgende Unterlagen müssen Sie bei Antragstellung vorlegen:

  • den mit Hilfe des Fachunternehmers ausgefüllten Antragsvordruck
  • ein detailliertes Angebot
  • ein detailliertes Anlagen-Schema (nur bei Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz)

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist, unter Vorlage der geforderten Unterlagen, einzureichen. Bitte legen Sie die Nachweise in Kopie vor. Unaufgefordert eingereichte Originalunterlagen können nicht zurückgesandt werden.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Formulare

Contractoren

Die folgenden Hinweise richten sich an interessierte Unternehmer, die als Energiedienstleister tätig sind oder zukünftig tätig sein möchten und bei ihren Kunden solarthermische Anlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen installieren und dabei die staatliche Förderung in Anspruch nehmen wollen.

Was wird gefördert?

Gefördert wird unter anderem die Errichtung von:

  • Solarkollektoranlagen für die thermische Nutzung
  • Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse
  • Effizienten Wärmepumpen
  • Brennwertkesseln in Verbindung mit einer Solarthermieanlage

Wie wird gefördert?

Die Förderung wird in Form von nicht rückzahlbaren Investitionszuschüssen auf Antrag des Contractors an den Contractor gewährt. Im Contracting-Vertrag muss der Contracting-Nehmer darauf hingewiesen werden, dass eine Förderung in Anspruch genommen wird.

Wie hoch ist die Förderung?

Kleinere Anlagen werden mit Festbeträgen gefördert, bei größeren Anlagen steigt der Zuschuss mit der Größe der Anlage (gemessen an der Kollektorfläche oder der Nennwärmeleistung). Anhand der Förderübersichten unter Publikationen können Sie die Höhe der Förderung selbst ermitteln.

Förderbeispiele:

  • Solarthermische Anlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung bis 14 Quadratmeter Kollektorfläche in Kombination mit einem Gas- oder Öl-Brennwertkessel: 2.500 Euro
  • Pelletkessel bis 43,7 Kilowatt Nennwärmeleistung mit Pufferspeicher: 3.500 Euro
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe: mindestens 4.000 Euro

Welche Anforderungen werden gestellt?

Förderfähige Anlagen müssen:

  • bestimmte Qualitäts- und Effizienzkriterien erfüllen
  • bestimmte Mindestgrößen aufweisen
  • hydraulisch abgeglichen sein und
  • mit einem Wärmemengenzähler, Stromzähler und Funktionskontrollgerät ausgestattet sein

Einzelheiten finden Sie unter den Überschriften Solarthermie, Biomasse oder Wärmepumpe.

Was muss bei der Antragstellung beachtet werden?

Für jede Anlage ist ein separater Förderantrag zu stellen. Antragsformulare finden Sie unter den Überschriften Solarthermie, Biomasse oder Wärmepumpe.

Contractoren müssen den Förderantrag vor Vorhabensbeginn beim BAFA einreichen. Es gilt das Datum des Antragseingangs. Als Vorhabensbeginn zählen der Abschluss eines Lieferungs- und / oder Leistungsvertrages sowie die Auftragsvergabe. Beim Contracting stellt i. d. R. die Auftragsvergabe an das Installationsunternehmen den Beginn der Maßnahme dar. Reine Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn. Das BAFA prüft den Antrag und erteilt einen Zuwendungsbescheid, sofern die Anlage förderfähig ist.

Mit dem Zuwendungsbescheid wird der Zuschuss für die sogenannte Basisförderung gewährt. Besonders innovative oder effiziente Anwendungen können zusätzlich zur Basisförderung diverse Zusatzförderungen erhalten.

Der Zuwendungsbescheid beinhaltet diverse Auflagen, u. a. dass die geförderte Anlage mindestens 7 Jahre lang zweckentsprechend zu betreiben ist.

Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides ist die Anlage innerhalb von 9 Monaten in Betrieb zu nehmen (Bewilligungszeitraum). Spätestens einen Monat nach Ablauf des Bewilligungszeitraums ist der Verwendungsnachweis einzureichen. Der Zuschuss wird ausgezahlt, wenn der Verwendungsnachweis vom BAFA geprüft wurde.

Zum Verwendungsnachweis, den der Contractor einreichen muss, zählen:

  • Rechnungsunterlagen in Kopie
  • Fachunternehmererklärung
  • Contracting-Vertrag in Kopie
  • Erklärungen des Contractingehmers

Mit der Rechnung weist der Contractor nach, dass ihm tatsächlich Kosten entstanden sind. Die Rechnung muss detailliert und auf den Contractor ausgestellt sein. Die Fachunternehmererklärung fragt die technischen Details der Anlage ab. Sie ist vom ausführenden Installateur auszufüllen und zu unterschreiben. Um die Auflage zu erfüllen, dass die geförderte Anlage mindestens 7 Jahre lang zweckentsprechend betrieben wird, muss der Contractingvertrag eine Laufzeit von mindestens 7 Jahren aufweisen.

Formulare

Kumulierung

Bitte beachten Sie die Regelungen zur Kumulierung der BAFA-Förderung mit anderen öffentlichen Förderungen.

Kumulierung der Förderung mit anderen öffentlichen Mitteln

Bei Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden – außer bei Prozesswärme –, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrages betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer). Für den Fall, dass diese Höchstgrenze überschritten würde, werden die Fördermittel des Bundes auf die vorstehende Förderhöchstgrenze gekürzt.

Die Förderung nach diesen Richtlinien ist mit einer Förderung aus den im Rahmen des Kohlenstoffdioxid (CO2)-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen nur bei folgenden KfW-Programmen kumulierbar: „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153), „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167).

Weitere Informationen zur Kumulierung von Fördermaßnahmen - und was Sie dabei beachten sollten - finden Sie hier .

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Erneuerbare Energien
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1625
Telefax: 06196 908-1800

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